Maiglöckchen

In Frankreich gibt es eine schöne Sitte. Am 1. Mai werden dort die Frauen mit einem Strauß Maiglöckchen von ihrem Liebsten beschenkt. Das Maiglöckchen symbolisiert Liebe und Glück und wird daher gerne in Brautsträußen verwendet.

Der intensive, süßliche Duft ist ein markantes Merkmal und wird gerne in Parfüms verwendet. Verantwortlich für den Duft ist dabei das Aldehyd Bourgeonal.

Die Fachzeitschrift Science hat im Jahr 2003 Untersuchungsergebnisse veröffentlicht, wonach der Duftbestandteil Bourgeonal Spermien zur Eizelle leiten würden.

Mittlerweile wurde diese These widerlegt.

Das Ende des „Maiglöckchen-Phänomens“ – Spermien können keine Düfte riechen
http://www.caesar.de/626.html

Synonyme:  Augenkraut, Schneetropfen, Marientränen

Lateinischer Name: Convallaria majalis

Maiglöckchen gehören zur Familie der Spargelgewächse.

Giftigkeit

Alle Teile der Pflanze sind sehr giftig, wobei die Blüten und Samen den höchsten Anteil an stark herzwirksamen Glykosiden enthalten. Immer wieder kommt es auch zu Verwechslungen mit Bärlauch, der auch an schattigen Standorten wächst.

Das Maiglöckchen blüht von Mai bis Juni und bildet dann rote Früchte aus, die ab dem Hochsommer zu sehen sind und gerne von Amseln gefressen werden.

Verbreitung:

Das Maiglöckchen vermehrt sich durch unterirdische Ausläufer. Wer die Ausbreitung im Garten vermeiden will, gräbt rund um die Maiglöckchen circa 20 cm tief eine Teichfolie ein. Auch mit einer Maiglöckchenjauche lässt sich die Verbreitung eindämmen.